Rentner müssen mit weiteren Einbußen rechnen - DER SPIEGEL
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Rentner müssen mit weiteren Einbußen rechnen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Pläne der Bundesregierung, Betriebspensionen stärker zu fördern, könnten den Rentnern in den kommenden Jahren empfindliche Einbußen bescheren. Das geht aus einer Stellungnahme der Deutschen Rentenversicherung für eine Bundestagsanhörung hervor. Danach könnten die Koalitionspläne von Sozialminister Franz Müntefering und Co. die gesetzlichen Altersgelder der heutigen Ruheständler mittelund langfristig um rund zwei Prozent reduzieren. Sollte das Förderprogramm breit akzeptiert werden, sei gar eine Minderung um bis zu 4,8 Prozent möglich, heißt es in dem Papier. Ursache für die Einbußen ist die Ausgestaltung des geplanten Vorhabens. Es sieht vor, dass Arbeitnehmer bis zu vier Prozent ihres Bruttolohns in eine Betriebsrente einzahlen können, ohne darauf Sozialbeiträge zahlen zu müssen. Dieser Vorteil sollte im kommenden Jahr auslaufen. Wird er nun wie vorgesehen unbefristet verlängert, mindert sich dauerhaft der durchschnittliche Bruttoverdienst der Beschäftigten – und damit die Bemessungsgrundlage für die Rentenanpassungen. Diese fielen künftig "entsprechend niedriger aus", so die Analyse. Besonders drastisch fallen die Einschnitte dabei für Invaliditätsrentner aus. Ihnen beschere die Reform nicht nur niedrigere Rentenanpassungen, sondern auch geringere persönliche Rentenansprüche.