Sparkasse KölnBonn im Visier der Bankenaufsicht - DER SPIEGEL
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Sparkasse KölnBonn im Visier der Bankenaufsicht

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Bonner Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Sparkasse KölnBonn und ihren früheren Vorstandsvorsitzenden Gustav Adolf Schröder im Visier. So soll Schröder Gesellschafter des TV-Studio-Betreibers Magic Media Company (MMC), an dem auch die Sparkasse beteiligt ist, von Mietgarantien gegenüber einem Oppenheim-Esch-Fonds in Millionenhöhe freigestellt haben. Das entsprechende Schreiben vom August 2005 ist nur mit seiner Unterschrift versehen, obwohl die Sparkassenregularien für "verpflichtende Erklärungen" zwei Unterschriften vorsehen. Innenrevision und externe Wirtschaftsprüfer untersuchten zurzeit verschiedene Vorgänge, heißt es dazu aus der Bank. Am Freitag vergangener Woche erstattete Schröders Nachfolger, Dietmar Binkowska, bei den Finanzfahndern Bericht über den Stand der internen Recherchen. Noch am gleichen Abend informierte er außerdem seinen Verwaltungsrat über die bisherigen Erkenntnisse. Schröder wollte sich auf eine Anfrage des SPIEGEL nicht äußern. Sparkassen-Chef Binkowska ließ verlauten, er habe "die Innenrevision angewiesen, mit Unterstützung unabhängiger Wirtschaftsprüfer jeden Stein in der Sparkasse umzudrehen und alle wichtigen Vorgänge auf den Prüfstand zu stellen".