Post will transparenter werden - Konzernchef Zumwinkel bekräftigt Pläne für Gratiszeitung - DER SPIEGEL
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Post will transparenter werden - Konzernchef Zumwinkel bekräftigt Pläne für Gratiszeitung

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Nach Vorwürfen über intransparente Bilanzen will die Deutsche Post AG in die Offensive gehen und "rückwirkend acht Quartale neu bilanzieren". Das kündigte Konzernchef Klaus Zumwinkel in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL an: "Ich nehme die Kritik an und verspreche mehr Transparenz.

Wir haben nichts zu verbergen." Im Rahmen der Quartalsberichterstattung werde er am 8. November "auf alle Vorwürfe Antworten geben". Zugleich bekräftigte der Post-Chef seinen Plan, ins Geschäft mit Gratiszeitungen einzusteigen: Er werde "das gern befördern, wenn einer mit dem richtigen Konzept zu uns kommt". Er sei schließlich "Kaufmann und will Geld verdienen. Wenn sich Gratiszeitungen für uns rechnen, werden wir es machen. Da habe ich vor niemandem Angst, erst recht nicht vor schlechten Schlagzeilen", sagte Zumwinkel, der seinem neuen Konkurrenten im Briefgeschäft, der Axel Springer AG, "Kampagnenjournalismus" gegen ihn und seinen Konzern vorwarf.

Zu den Gerüchten, Springer wolle seine Beteiligung an der Pin Group mit dem anderen Post-Konkurrenten TNT fusionieren, sagte Zumwinkel: "In der Branche ist bekannt, dass TNT schon immer Pin kaufen wollte, zunächst jedoch Springer als Anteilseinsammler und verlegerische Speerspitze gern gesehen hat." Auch nach dem Fall des Briefmonopols im Januar erwartet der Post-Chef "stabile Preise". Außerdem rechnet er damit, dass man den von ihm geforderten Mindestlohn für die Postbranche bis "Ende November" haben werde.