Baubeginn des Bundeswehr-Ehrenmals auf unbestimmte Zeit verschoben - DER SPIEGEL
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Baubeginn des Bundeswehr-Ehrenmals auf unbestimmte Zeit verschoben

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das im Bundestag umstrittene Bundeswehr-Ehrenmal am Paradeplatz des Verteidigungsministeriums in Berlin wird vorerst nicht gebaut. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) wollte eigentlich schon am kommenden Sonntag, dem Volkstrauertag, den ersten Spatenstich setzen. Das Wehrressort hat die Zeremonie aber jetzt auf unbestimmte Zeit vertagt. Denn das Lieblingsprojekt des Ministers hat sich in den Mühlen der Bürokratie verheddert. Zwar ließen die zuständigen Berliner Behörden bereits vor geraumer Zeit wissen, sie hätten keine Einwände gegen den vierzig Meter langen, acht Meter tiefen und zehn Meter hohen Neubau auf dem ministeriellen Areal. Allerdings lagen ihnen vergangene Woche die endgültigen Detailpläne noch nicht vor. Für die ist aber nicht das Wehrressort selbst, sondern das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung federführend. Jung-Gehilfen hoffen nun, dass der bürokratische Verwaltungsgang „zeitnah“ bewerkstelligt wird, um jedenfalls den gewünschten Fertigstellungstermin „Ende 2008“ halten zu können. Jungs Ehrenmal soll an die rund 2600 Zivilbediensteten und Soldaten erinnern, die seit Gründung der Bundeswehr 1955 im Dienst ums Leben gekommen sind.