VW-Affäre: Ex-Betriebsratschef Volkert drohen hohe Schadensersatzforderungen
Für den einstigen Betriebsratschef von VW, Klaus Volkert, wird die Affäre um Lustreisen und heimlich gezahlte Sonderboni wohl nicht nur ein gerichtliches Nachspiel haben. Auf Volkert kommen, sollte er in dem am 15. November beginnenden Strafprozess verurteilt werden, auch Schadensersatzforderungen in Höhe von mehreren hunderttausend Euro zu. Grund: Eine sogenannte Directors-and-Officers-Versicherung hat dem VW-Konzern den insgesamt entstandenen Schaden in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro schon ersetzt. Einen Teil der Summe fordert die Versicherung bereits von dem ehemaligen VW-Personalvorstand Peter Hartz zurück, der wegen Untreue zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt worden ist. Auch von Volkert, dem Hauptnutznießer des konzerneigenen Verwöhnprogramms für Betriebsräte, will die Versicherung Schadensersatz fordern. Im Prozess, in dem er unter anderem wegen Anstiftung zur Untreue angeklagt ist, droht Volkert nach Einschätzung aus Justizkreisen eine Gefängnisstrafe von mehr als drei Jahren. Denn im Gegensatz zu Hartz, dessen Strafe auf Bewährung ausgesetzt ist, hat Volkert ganz persönlich profitiert.