Wagner-Tochter Eva untermauert Anspruch auf Festspiel-Nachfolge in Bayreuth
In einem Gespräch mit dem SPIEGEL untermauert die Wagner- Tochter Eva Wagner-Pasquier, 62, ihren Anspruch auf den Chefsessel bei den Bayreuther Festspielen. Gleichzeitig übergab sie dem SPIEGEL einen Brief, in dem Wolfgang Wagner bereits vor 20 Jahren feststellte, dass die Nachfolge in Bayreuth allein durch den Stiftungsrat geregelt werden würde. Ein wichtiges Dokument. Denn derzeit lässt Wagner, 88, von Anwälten prüfen, ob der Stiftungsrat das Recht dazu habe und nicht doch er selber als Geschäftsführer und einziger Gesellschafter der Festspiele GmbH.
Aus dem seit dem Sommer tobenden Nachfolge-Gerangel hatte sich die an der Pariser Oper tätige Musiktheater-Managerin bisher weitgehend herausgehalten. Wagner-Tochter Katharina dagegen hatte sich mit dem Dirigenten Christian Thielemann und dem Kulturmanager und Komponisten Peter Ruzicka als Führungstrio ins Gespräch gebracht. Sie wird dabei von ihrem Vater Wolfgang unterstützt. Der Bayreuther Stiftungsrat, der eher Eva Wagner favorisiert, möchte einen offenen Wettbewerb und konzeptionelle Bewerbungen aller Wagner-Töchter. Eva Wagner-Pasquier: Ich werde kämpfen. Ich bin zäh.