Finanzministerium warnt vor weiterer Euro-Aufwertung - DER SPIEGEL
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Finanzministerium warnt vor weiterer Euro-Aufwertung

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Fachleute des Bundesfinanzministeriums (BMF) befürchten, dass der starke Euro die wirtschaftliche Erholung in Deutschland abbremsen könnte. Angesichts der nachlassenden weltwirtschaftlichen Dynamik „dürfte sich ein weiterer rascher Anstieg des Euro spürbar nachteilig für Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland auswirken“, heißt es in einem Vermerk für die Ministeriumsspitze. Die Einschätzung der Fachleute von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) bedeutet eine Kehrtwende, denn bislang bestritt die Bundesregierung negative Auswirkungen der Euro-Aufwertung. Die BMF-Beamten beziffern in ihrer Expertise sogar mögliche Wachstumsverluste. „Bei einer Abwertung des US-Dollar gegenüber dem derzeitigen Euro-Kurs um 30 Prozent würde sich Deutschlands Wachstum um einen Prozentpunkt verringern.“ Steinbrücks Experten rechnen mit einer weiteren Verteuerung der Gemeinschaftswährung, weil sich die Zinsen in den USA und Europa unterschiedlich entwickeln. „Dies spricht für sich genommen für eine anhaltende Aufwärtstendenz des Euro“, schreiben sie.