PPR sichert Puma Eigenständigkeit zu
Der Chef des französischen Luxusgüter- und Handelskonzerns PPR, François-Henri Pinault, will die in diesem Jahr mehrheitlich übernommene Sport- und Lifestylemarke Puma weiter eigenständig entwickeln. Entgegen aller Annahmen seien Synergien zwischen Puma und der Luxusmode des Konzerns mit Marken wie Gucci oder Bottega Veneta nicht beabsichtigt. "Die Marken müssen getrennt sein und auch eigenständig bleiben", so Pinault gegenüber dem Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Es werde weder eine Gucci-Turnschuh-Linie geben noch Luxusmode mit dem Puma-Label. "Offensichtlich erwarten das viele, aber genau das wird nicht passieren", sagte Puma-Chef Jochen Zeitz. "Puma ist keine Luxusmarke", so Pinault, "und wir werden auch keine Luxusmarke aus ihr machen. PPR und nicht die Gucci-Gruppe hat Puma übernommen." Synergien zwischen beiden Konzernen gebe es vielmehr im Handelsgeschäft, etwa bei der weltweiten Expansion. Puma werde von dem neuen Haupteigentümer vor allem bei möglichen Zukäufen profitieren, kündigte Puma-Chef Jochen Zeitz an. "Wir haben bisher kaum Erfahrung mit eigenen Übernahmen gesammelt. Da haben wir jetzt neue Kompetenz gewonnen, die uns langfristig helfen wird", so Zeitz im SPIEGEL. Auch Pinault hält weitere Übernahmen für denkbar. Unter dem PPR-Dach "ist durchaus noch Platz für Zukäufe", so Pinault. Allerdings werde er keine Marken übernehmen, die den bestehenden des Konzerns Konkurrenz machen.