Berliner Kripo ermittelt wegen Daten-Diebstahl in der Buchhaltung des angeschlagenen Post-Konkurrenten Pin - DER SPIEGEL
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Berliner Kripo ermittelt wegen Daten-Diebstahl in der Buchhaltung des angeschlagenen Post-Konkurrenten Pin

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Nach der Insolvenz seiner ersten Tochtergesellschaften hat der ins Schlingern geratene private Postanbieter Pin nun auch noch die Polizei im Haus. Am Sonntagabend vergangener Woche drangen Einbrecher in die Büros der Berliner Pin Service Gesellschaft SSC ein, die für das Unternehmen die Buchhaltung und die Lohnabrechnungen macht. Die Diebe entwendeten neben einzelnen Laptops offenbar gezielt Festplatten mit Zahlen aus der Personalbuchhaltung. Andere Wertgegenstände ließen die Einbrecher dagegen zum Teil stehen. "Wir können uns bislang keinen Reim darauf machen, was die Täter mit den Daten anfangen wollen", heißt es bei Pin. Die Berliner Kripo ermittelt, hat aber bisher keine Hinweise auf die Täter. Die neue Pin-Geschäftsführung um den Düsseldorfer Sanierungsexperten Horst Piepenburg ist unterdessen damit beschäftigt, tiefer in das Zahlenwerk der insgesamt 91 Tochterunternehmen vorzudringen und deren Liquidität zu prüfen. Am vergangenen Freitag mussten zu den bisherigen sieben drei weitere Pin-Gesellschaften Insolvenz . Intern wird derzeit auch geprüft, ob dem strauchelnden Unternehmen tatsächlich schon Kunden abgesprungen sind, wie die Konkurrenz behauptet. Demnach sollen bereits 50 Unternehmen und Behörden mit einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro von Pin zur Deutschen Post übergelaufen sein. Zahlen, die der private Postanbieter dementiert. "Wir können das in unserem Zahlenwerk nicht nachvollziehen", heißt es aus dem Unternehmen.