Arbeitsministerium kritisiert BA-Chef Weise wegen falscher Auftragsvergabe - DER SPIEGEL
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Arbeitsministerium kritisiert BA-Chef Weise wegen falscher Auftragsvergabe

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In der Affäre um die Aufträge für einen Ex-McKinsey-Berater gerät der Chef der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, weiter unter Druck. Das Bundesarbeitsministerium teilt die Ansicht des Bundesrechnungshofs, dass die BA gegen das Vergaberecht verstoßen und teilweise fünffach überhöhte Honorare gezahlt hat. Zudem bezweifeln die Beamten – unter Verweis auf eine agenturinterne Dienstbesprechung –, dass Weise und sein Stab mit dem Vorfall nur am Rande befasst gewesen seien. All das geht aus einem Schreiben des Staatssekretärs Rudolf Anzinger hervor, in dem Weise auf-gefordert wird, 30 detaillierte Fragen zu beantworten. Laut Rechnungshof hatte die BA auf Initiative von Weises Büro im Herbst 2005 mit Hilfe der Beratungsfirma McKinsey ein Projekt zur Integration von Arbeitslosen gestartet. Im Sommer 2006 vergab die BA ohne Ausschreibung einen Folgeauftrag in Höhe von drei Millionen Euro – an einen der beteiligten Berater, der sich inzwischen selbständig gemacht hatte. Die BA beteuert, Weise habe die Details des Vergabeverfahrens nicht gekannt.