Trotz Preisrekord geringere Ausgaben für Ölimporte
Obwohl der Preis für ein Barrel Rohöl im vergangenen Jahr um rund drei Viertel gestiegen ist und gerade sogar die 100-Dollar-Marke nahm, haben die Deutschen für Ölimporte 2007 weniger bezahlt als im Vorjahr. Rund 41 Milliarden Euro kosteten die Einfuhren nach vorläufigen Zahlen des Mineralölwirtschaftsverbandes (MWV), 2006 war es noch eine halbe Milliarde Euro mehr. Der starke Euro hat den in Dollar gehandelten Rohstoff erheblich vergünstigt. Zudem ging der Verbrauch zurück: Im vergangenen Jahr hat Deutschland obwohl die Wirtschaft kräftig wuchs rund 2,5 Prozent weniger Rohöl eingeführt als 2006; die Menge ist laut MWV auf 106,7 Millionen Tonnen gesunken. Verantwortlich dafür ist insbesondere der schwache Heizölabsatz. Wegen der milden Witterung und der Sparsamkeit der Verbraucher schrumpfte er um rund 40 Prozent.