Neue Mehrheitseigner der "Süddeutschen Zeitung" wollen kein Sparprogramm - DER SPIEGEL
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Neue Mehrheitseigner der "Süddeutschen Zeitung" wollen kein Sparprogramm

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der neue Mehrheitsgesellschafter des Süddeutschen Verlages, die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), plant nach Worten ihres Geschäftsführers Richard Rebmann nicht, die Rendite des Süddeutschen Verlags, der die "Süddeutsche Zeitung" herausgibt, durch ein rabiates Sparprogramm in die Höhe zu schrauben. "Der Kaufpreis, den wir bezahlt haben, rechnet sich mit der Rendite, die zurzeit erwirtschaftet wird", sagte er dem Hamburger Nachrichten-Magazin SPIEGEL. "Wir haben absolut nicht vor, die eingeschlagene Strategie der letzten Jahre zu ändern." Synergien wolle man behutsam realisieren. Etwa zwischen den Verlagen in Stuttgart und München. In den Redaktionen soll jedoch nicht rationalisiert werden. Beim Projekt einer Sonntagszeitung aus München legt sich Rebmann nicht fest. Es gebe ein sehr gutes Konzept . "Das ist aber leider schon fast ein Jahr alt. Wir müssen erst prüfen, ob es so noch in den Markt passt." Über den zurückliegenden Verkaufsprozess sagt Rebmann, er habe in den Monaten des Verkaufspokers auch manchmal schlucken müssen, wenn er "die oft sehr pointiert geschriebenen Schriftsätze" der gegnerischen Anwälte gesehen habe, sagt Rebmann. "Doch es ging nie um persönliche Feindseligkeiten, auch wenn wir juristisch hart vorgehen mussten."