Lafontaine trimmt "Die Linke" schärfer auf Oppositionskurs
Oskar Lafontaine will seine Partei Die Linke auf einen strikteren Oppositionskurs trimmen. Der Partei- und Fraktionsvorsitzende warnt seine Genossen trotz stabiler Umfrageergebnisse und kleinerer Kurswechsel bei SPD und Grünen vor zu viel Selbstzufriedenheit: "Noch sind die Ergebnisse bescheiden", heißt es in einem Strategiepapier des Chefs vor der Klausursitzung der Bundestagsfraktion diese Woche in Kassel. Der Saarländer drängt auf eine stärkere Verankerung im Westen der immer noch stark von der ehemaligen PDS geprägten Partei. Die Landtagswahlen in Hessen, Niedersachsen und Hamburg sollen dabei den Durchbruch bringen. "Die Wahlen in den kommenden Monaten entscheiden darüber, ob auch das Jahr 2008 ein Jahr der Linken wird", mahnt Lafontaine. Nur wenn es gelinge, in Gemeinden und Ländern stärker zu werden, "werden wir weiter wachsen". Hartz IV, Renten, Verstaatlichung der Energieversorgung und vor allem den Mindestlohn reklamiert er als Themen für Die Linke. Damit will er vor allem weiter seiner ehemaligen Partei SPD zusetzen.