LBBW muss 1,7 Milliarden Euro abschreiben - Großrisiken bei Hypo-Real-Estate-Kunden - DER SPIEGEL
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LBBW muss 1,7 Milliarden Euro abschreiben - Großrisiken bei Hypo-Real-Estate-Kunden

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Die unvermindert scharfe US-Finanzkrise zwingt auch deutsche Banken zu immer drastischeren Maßnahmen. So muss die Landesbank Baden-Württemberg Abschreibungen von 1,7 Milliarden Euro auf Kreditpapiere verkraften. Für 2007 verbleibt noch ein Reingewinn von rund 300 Millionen Euro. Die WestLB benötigt laut unbestätigten Gerüchten eine Kapitalspritze von bis zu zwei Milliarden Euro. Und bei der Münchner Hypo Real Estate (HRE), die den Wert ihrer US-Kreditpapiere vergangene Woche um 390 Millionen Euro nach unten korrigieren musste, sind offenbar auch Großkunden betroffen. Die Dortmunder HRE-Tochter Collineo Asset Management verwaltet unter anderem für deutsche Banken und Versicherungen hochkomplexe Immobilienkreditpapiere. Sie ist mit einem Volumen von beinahe 16 Milliarden Euro europäischer Marktführer. Fast ein Drittel davon entfällt auf den US-Markt. Noch zu Beginn der Krise pumpte Collineo hohe Summen in US-Ramschhypotheken. So verkaufte sie gemeinsam mit der Citigroup im vergangenen Juni unter dem Namen Bonifacius Papiere im Umfang von etwa 2,2 Milliarden Dollar. Fast die Hälfte davon umfasst laut Rating-Agentur Fitch Darlehen an US-Hausbesitzer mit schlechter Bonität. Fitch hat Bonifacius inzwischen abgestraft und alle A-Noten gestrichen. Ein Teil der Papiere erhielt nun gar die besonders schlechte Note "CCC" – also Ramsch. Zu den Verlusten, die die Käufer der Papiere zu verkraften haben, will die HRE "keine Stellung nehmen". Die Citigroup verweigert "zu Interna" jeden Kommentar.