Neuer Gewerkschaftsstreit um Mindestlohn
Zwischen den Gewerkschaften gibt es neuen Streit um den Mindestlohn. Während die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) die jüngst vorgelegten Gesetzentwürfe von Arbeitsminister Olaf Scholz für branchenbezogene Regelungen als ausreichend ansieht, drängen zahlreiche Dienstleistungsorganisationen im DGB weiter auf die Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns. "Es besteht die Gefahr eines Flickenteppichs unterschiedlicher Mindestlöhne, die nicht alle das Existenzminimum decken", sagt Franz-Josef Möllenberg, Chef der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten. "Deshalb steht die Forderung nach einem einheitlichen Mindestlohn von 7,50 Euro weiter auf der Tagesordnung." Für IGBCE- Chef Hubertus Schmoldt machen die Vorlagen von Scholz eine Einheitsregelung überflüssig. "Damit ist die Gefahr gebannt, dass wir in Deutschland einen branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn einführen müssen", sagt er.