Linke will Parteispitze verjüngen - DER SPIEGEL
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Linke will Parteispitze verjüngen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wenige Monate vor ihrem Bundesparteitag hat bei den Linken die Diskussion um die Nachfolge der überalterten Spitze begonnen. Derzeit werden Partei und Fraktion durch das Trio aus Lothar Bisky, 66, Oskar Lafontaine, 64, und Gregor Gysi, 60, geführt. Als aussichtsreiche Nachfolgekandidaten für die Parteispitze gelten Bundesgeschäftsführer Dietmar Bartsch, 49, und Wahlkampfleiter Bodo Ramelow, 51. Bartsch gilt als gut vernetzter Strippenzieher in der Parteizentrale und hat die mitgliederstarken Ost-Landesverbände hinter sich. Ramelow managte Wahlkämpfe und die Parteifusion, er ist Spitzenkandidat in Thüringen, verfügt aber auch über gute Kontakte gen Westen. Unklar ist vor allem die Zukunft von Bisky, der die Nummer eins der Linken für die Europawahlen 2009 werden soll. An seine Stelle könnte eine der Frauen rücken, die schon lange unzufrieden sind mit der Dominanz älterer Männer – etwa Parteivize Katja Kipping, 30. Auf dem Bundesparteitag im Mai soll die gesamte Parteiführung neu gewählt werden.