Bayerische Schüler haben wenig Ahnung von der DDR-Geschichte - DER SPIEGEL
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Bayerische Schüler haben wenig Ahnung von der DDR-Geschichte

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Auf erschreckende Unkenntnis über die jüngere deutsche Geschichte stieß der Forschungsverbund SED-Staat der Freien Universität Berlin bei einer repräsentativen Befragung unter bayerischen Schülern. Erhebliches Nichtwissen über die DDR führe, so der verantwortliche Politikprofessor Klaus Schroeder, "zu einem eher diffusen oder neutralen Bild" des ehemaligen zweiten deutschen Staates. Über ein Viertel der Schüler wusste mit Walter Ulbricht nichts anzufangen; jeder zwölfte Schüler in den zehnten und elften Klassen kannte nicht einmal Erich Honecker, jeder sechste Realschüler hielt ihn sogar für einen bundesdeutschen Politiker. Etliche Schüler ordneten umgekehrt die Westdeutschen Willy Brandt und Ludwig Erhard der DDR zu. 40 Prozent der Befragten wussten nicht, in welchem Jahr die Berliner Mauer gebaut wurde. Jeder dritte Haupt- und Realschüler hält die Stasi für einen "normalen Geheimdienst". Fazit der Berliner Forscher: In den Schulen bestehe dringend Nachholbedarf in deutscher Nachkriegsgeschichte – zumal die Schüler angaben, in ihren Familien würde über diese Themen kaum gesprochen.