Bayern will GPS-Überwachung für Sextäter - DER SPIEGEL
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Bayern will GPS-Überwachung für Sextäter

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Als erstes Bundesland erwägt Bayern manche entlassene Sexualstraftäter mit Hilfe von Ortungsgeräten zu kontrollieren. Im Justizministerium wird derzeit geprüft, wie man Aufenthaltsverbote durchsetzen könnte, mit denen eine Reihe von Sexualstraftätern nach Haftverbüßung belegt werden. "Ziel ist nicht die Totalüberwachung", sagt Justizministerin Beate Merk (CSU); man wolle niemanden auf Schritt und Tritt beobachten. "Wir wollen nur besonders rückfallgefährdete Gruppen wie Pädophile von bestimmten Sicherheitszonen, zum Beispiel Kindergärten, fern halten." Die technische Umsetzung ist noch nicht geklärt: Diskutiert wird ein elektronisches Armband, in dem das satellitengestützte Navigationssystem GPS installiert ist. So wäre die Position der Person ermittelbar, bei der Annäherung an einen Kindergarten würde das Gerät per SMS Alarm auslösen.