Verleumdungskampagne gegen Porsche-Betriebsrat
Porsches Betriebsratschef Uwe Hück muss sich gegen eine Verleumdungskampagne wehren. Das berichtet DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. So ging bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart eine anonyme Anzeige gegen Hück ein. In ihr wird behauptet, er habe einem seiner beiden Brüder, der als IT-Unternehmer arbeitet, Aufträge bei Porsche verschafft und persönlich dafür gesorgt, dass Konkurrenten nicht zum Zuge gekommen seien. Hück hat Porsche-Chef Wendelin Wiedeking über den Vorgang informiert und gebeten, die Revision einzuschalten. Die Porsche- Revision stellte fest, dass Hücks Bruder tatsächlich Aufträge von Porsche erhält. Aber die bekam er auch schon, als Hück noch als Lackierer in der Firma arbeitete und noch nicht mal Mitglied im Betriebsrat war. Auch später habe Hück nie Einfluss auf die Auftragsvergabe genommen. Alles sei blitzsauber, bescheinigte ihm die Revision. Offenbar wurde auch versucht, Hück auszuspionieren. Ein Mann habe Hücks Brüder in einem Golfclub über den Betriebsratschef ausgefragt. Der Unbekannte wollte auch herausfinden, ob die Brüder einen Porsche zum Vorzugspreis erhalten hätten. Es gelang allerdings nicht festzustellen, ob es sich um den Mitarbeiter einer Detektei gehandelt hat.