Mutmaßlicher Terrorhelfer will deutsche Behörden austricksen
Mit einem juristischen Kniff will der mutmaßliche Terrorhelfer Attila Selek, 22, seine Auslieferung nach Deutschland verhindern. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt den Deutschen, die im September vergangenen Jahres im Sauerland aufgeflogene Islamistenzelle um seinen Freund Fritz Gelowicz unterstützt zu haben. Selek war am 6. November vergangenen Jahres in Konya verhaftet worden und sitzt seitdem im Gefängnis (SPIEGEL 46/2007). Da die türkische Regierung eigene Staatsangehörige nicht ausliefert, hat Selek nun die türkische Staatsangehörigkeit beantragt. Bei einem positiven Bescheid stünde er nicht für einen Prozess in Deutschland zur Verfügung. Die Bundesanwaltschaft wirft Selek unter anderem vor, 26 Zünder für Sprengsätze per Kurier nach Deutschland geschmuggelt zu haben.