SPD setzt Termin für Kür des Kanzlerkandidaten
Die SPD will ihren Kanzlerkandidaten für die nächste Bundestagswahl auf einem Parteitag im Februar 2009 offiziell nominieren. Das wurde bei einem internen Strategietreffen zur Vorbereitung des Bundestagswahlkampfs in Berlin vereinbart. Obwohl sich Parteichef Kurt Beck bislang weder öffentlich noch in den sozialdemokratischen Gremien darauf festgelegt hat, ob er antreten will, gehen führende SPD-Strategen inzwischen "zu 99 Prozent" davon aus, dass er der nächste Kanzlerkandidat sein wird. Seine Entscheidung werde Beck bald nach der Landtagswahl in Bayern im Herbst bekanntgeben, heißt es im Willy-Brandt-Haus. Falls er nicht antreten sollte, gilt Außenminister Frank-Walter Steinmeier als wahrscheinlichster Kandidat. Bei dem Spitzentreffen in Berlin wurde auch eine sogenannte Redaktionsgruppe festgelegt. Sie soll erste Teile eines Wahlprogramms ausarbeiten. Mitglieder der Gruppe sind der Staatssekretär im Auswärtigen Amt Heinrich Tiemann, SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, Bundesgeschäftsführer Martin Gorholt, der Mainzer Beck-Vertraute Martin Stadelmaier sowie Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann. Gestalten soll die SPD-Wahlkampagne die Werbeagentur Butter. Sie war bereits im Wahlkampf 2005 federführend.