Mehdorn will bei Privatisierung zweifacher Bahn-Chef werden - DER SPIEGEL
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Mehdorn will bei Privatisierung zweifacher Bahn-Chef werden

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Falls die Große Koalition ihre Pläne zur Teilprivatisierung der Bahn umsetzt, will Konzernchef Hartmut Mehdorn sowohl die staatliche Holding als auch die künftige Betriebsgesellschaft leiten. Entsprechende Pläne hat der Manager Mitgliedern der Bundesregierung und des Aufsichtsrats der Bahn unterbreitet. Nach dem Privatisierungskonzept der Regierung soll der Bahnkonzern in eine Holding mit zwei separaten Tochterunternehmen umgewandelt werden. Die eine würde das Schienennetz verwalten und zu 100 Prozent in Staatsbesitz bleiben. Die andere soll den Zugbetrieb und die Logistiksparte bündeln und zu 49 Prozent privatisiert werden. Ein internes Gutachten für Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee hatte jüngst festgestellt, dass Doppelbesetzungen im geplanten Konzernverbund zu problematischen Interessenkollisionen führen würden. Zugleich werden auch in der Union Vorbehalte gegen das Regierungskonzept zur Bahnprivatisierung laut. "Das Konzept sieht keine echte Trennung von Netz und Betrieb vor", heißt es in einem Positionspapier des hessischen Wirtschaftsministers Alois Rhiel. Dadurch erhalte die künftige Bahn-Holding "die Möglichkeit, über die Infrastrukturunternehmen die eigenen Verkehrstöchter zu Lasten von Wettbewerb und Kunden zu bevorzugen". Stattdessen schlägt Rhiel vor, in einem ersten Schritt nur den Güterverkehr des Bahnkonzerns zu privatisieren, diese aber zu 100 Prozent an die Börse zu bringen.