HSH Nordbank verklagt UBS in New York - DER SPIEGEL
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HSH Nordbank verklagt UBS in New York

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Die HSH Nordbank wird bis Ende dieses Monats bei einem New Yorker Zivilgericht eine Klage gegen die UBS einreichen. Die fünftgrößte deutsche Landesbank wirft der Schweizer Großbank erhebliche Fehler bei der Verwaltung einer Vermögensanlage vor, der zu einem finanziellen Schaden von Hunderten Millionen Dollar geführt habe. Die Kieler Landesbank, ein Vorläuferinstitut der HSH Nordbank, hatte 2002 ein konservative Anlage für 500 Millionen Dollar gesucht und sich für das Investmentvehikel "North Street 2002-4" der UBS entschieden. In der Anlage sind US-Hypothekendarlehen, aber auch Firmenkredite und andere Forderungen gebündelt. Die HSH-Banker werfen ihren Kollegen von der UBS vor, immer wieder Kredite aus dem Portfolio herausgenommen und gegen andere eingetauscht zu haben. Dadurch habe sich zwar das Rating nicht geändert, dennoch sei der Wert der Anlage gesunken, wie der Chefjustitiar des Instituts, Wolfgang Gößmann, heute moniert. Zudem hätten die Schweizer Banker schon am ersten Tag des Investments einen hohen Buchgewinn verzeichnet, was darauf hindeute, dass die UBS ihrem Kunden einen überhöhten Preis abverlangt habe. Nach Ansicht der HSH hat die UBS ihr trotz ausdrücklicher Anweisung keine konservative Anlage verkauft und bei der Verwaltung auf ihren eigenen Vorteil geachtet, anstatt die Interessen ihres Kunden zu wahren. Zudem habe sich die Bank auf Kosten der HSH ungerechtfertigt bereichert. Die UBS wollte sich am vorigen Freitag zu den Vorwürfen nicht äußern.