BKA-Fahnder kommen unvorsichtigem Islamisten auf die Spur - DER SPIEGEL
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BKA-Fahnder kommen unvorsichtigem Islamisten auf die Spur

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Durch Unachtsamkeit hat der mutmaßliche Urheber eines gegen Deutschland und Österreich gerichteten Drohvideos die Ermittler auf seine Spur gebracht. Bereits knapp sieben Wochen nach der Veröffentlichung im Internet am 9. März 2007 vermuteten sie, dass der Wiener Islamist Mohamed M. hinter der Botschaft steckte. In dem Film wurde mit Anschlägen gedroht, sollten die Soldaten beider Länder nicht aus Afghanistan abziehen. Die Fahnder hatten leichtes Spiel, weil M. das Video auf der Website der deutschen Sektion der "Globalen Islamischen Medienfront" (GIMF) von seinem eigenen Rechner aus veröffentlicht hatte. Die sogenannte IP-Adresse des Computers konnte M. zugeordnet werden. Von einer anderen IP-Adresse, die zu einer Firma in Malaysia gehört, waren zuvor Fotos von den Web-Seiten der österreichischen Regierung heruntergeladen worden, die in dem Video zu sehen waren. In einem SPIEGEL-TV-Interview hatte ein GIMF-Mann – womöglich M. – geprahlt, dass Abfragen ergeben würden, ihre Web-Seite sei "irgendwo in Malaysien gemeldet". Über Monate ermittelten das Bundeskriminalamt und der österreichische Verfassungsschutz gegen den 22-Jährigen. Bei der "Operation Target" protokollierten sie Chats und Telefonate. Unbekümmert soll M., dessen Prozess an diesem Montag in Wien beginnt, Online-Kontakte ins Umfeld al-Qaidas gepflegt haben. Den Administrator eines Dschihad-Forums bat er, Qaida-Vize Aiman al-Sawahiri von dem Drohvideo zu berichten. Wenig später erhielt er Antwort: Osama Bin Laden selbst verfolge die Nachrichten der GIMF.