Ex-Stasi-IM Kimmel stand verantwortlich im "Bild"- Impressum
Zweimal schon haben sich der Springer-Verlag und Klaus-Dieter Kimmel, 60, wegen Stasi-Vorwürfen getrennt, 1999 und 2001. "Bild" lege "an sich selbst strengere Maßstäbe an als an andere", sagte Chefredakteur Kai Diekmann damals. Ein paar Jahre später tauchte der offenbar schwer verzichtbare Kimmel wieder bei dem Blatt auf, als Berater und freier Mitarbeiter. Eine verantwortliche Position besetze er jedoch nicht, hieß es. Vor kurzem nährte "Bild" selbst Zweifel an dieser Version. Am 22. Januar stand Kimmel als Verantwortlicher im Sinne des Pressegesetzes (V.i.S.d.P.) für die "Bild"-Regionalausgabe Dresden im Impressum. Ein Springer-Sprecher bezeichnete den Vorfall als "Panne". Kimmel "hat bei ,Bild' keine verantwortliche oder leitende Position". Zum genauen Aufgabenfeld machte er keine Angabe. Der Name des Ex-IM "Fuchs" taucht auch in internen Unterlagen von "Bild"-Leipzig auf. Kimmel sagt: "Ich mache keine Schlagzeilen, und ich trage keine Blattverantwortung. Das darf ich ja nicht."