Moskau warnt vor Nato-Aufnahme Georgiens und der Ukraine - DER SPIEGEL
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Moskau warnt vor Nato-Aufnahme Georgiens und der Ukraine

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Moskau warnt vor Nato-Aufnahme Georgiens und der Ukraine Russland hat erneut vor einer Aufnahme seiner früheren Satellitenstaaten Georgien und Ukraine in die Nato gewarnt. Der Versuch der Amerikaner, „Georgien ins westliche Bündnis zu drängen, ist eine Provokation, die zu Blutvergießen führen kann“, erklärte Moskaus Nato-Botschafter, Dmitrij Rogosin, dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Mitgliedschaft in der Allianz wäre „Georgiens Ende als souveräner Staat“, so Rogosin, denn Tiflis würde in diesem Fall seine Provinzen Abchasien und Südossetien endgültig verlieren – beide Landesteile werden seit Jahren von Separatisten geführt und stehen unter russischem Einfluss. Auch im Fall der Ukraine drohte Rogosin mit einem dramatischen Ausgang: Die Mehrheit der dortigen Bevölkerung wolle gar nicht in die Nato. Eine Aufnahme Kiews würde das Land spalten und Europa destabilisieren. Sowohl die Ukraine als auch Georgien wollen auf dem bevorstehenden Nato-Gipfel in Bukarest ihre Anwartschaft für eine Aufnahme bekräftigen.

Die amerikanischen Pläne zum Bau einer Raketenabwehr in Polen und Tschechien wies Botschafter Rogosin gegenüber dem SPIEGEL als „unfreundlichen Akt“ zurück – Russland werde in diesem Fall seine Nuklearraketen auf die entsprechenden Ziele in beiden Ländern ausrichten. Beim Thema Afghanistan dagegen deutet Moskaus Mann bei der Nato überraschend Kooperation an: Russland wolle beim Gipfel in Bukarest „eine Reihe sehr wichtiger Vereinbarungen mit den westlichen Partnern treffen“, um zum Kampf gegen die Taliban und zum Wiederaufbau des Landes beizutragen.