Kurt Becks Modell zur Mitarbeiterbeteilung in Rheinland-Pfalz floppt
Das Modell der rheinland-pfälzischen Landesregierung zur Mitarbeiterbeteiligung, das SPD-Chef Kurt Beck als Vorbild seines sogenannten Deutschlandsfonds ins Leben gerufen hat, stößt auf mäßiges Interesse. Ein knappes Jahr nach seinem Start hat der Fonds RLP-plus der landeseigenen Industriebank ISB nur 20 Unternehmen als Mitglieder gewonnen, teilte der Mainzer Wirtschaftsminister Hendrik Hering kürzlich einer Koalitionsarbeitsgruppe in Berlin mit. Danach haben sich 224 Arbeitnehmer an dem Investmentfonds beteiligt. Das angesammelte Kapital beläuft sich auf gut zwei Millionen Euro. Acht weitere Firmen, die sich für den Fonds interessiert hatten, seien abgelehnt worden, darunter mehrere aus Bonitätsgründen, sagte Hering weiter. Nach dem Mainzer Modell zur Mitarbeiterbeteiligung können Arbeitnehmer Beträge bis zu 4000 Euro in den Fonds einzahlen und dafür stille Beteiligungen an ihren Firmen erwerben, die mit Landesmitteln aufgestockt werden. Im Gegenzug werden sie am Erfolg ihrer Betriebe beteiligt, zugleich sind sie vor dem Verlust ihres eingezahlten Kapitals geschützt.