Deutsche Beteiligung beim Bau des türkischen Illisu-Staudamms wackelt - DER SPIEGEL
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Deutsche Beteiligung beim Bau des türkischen Illisu-Staudamms wackelt

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Die deutsche Beteiligung beim Bau des türkischen Illisu-Großstaudamms am Oberlauf des Tigris wackelt. Bereits zugesagte Exportgarantien an den deutschen Baukonzern Züblin in Höhe von über 100 Millionen Euro sollen erneut einer "kritischen Überprüfung" unterworfen werden, so ein Sprecher des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Der Grund sei ein neuer Bericht einer internationalen Expertenkommission. Dieser zeige "erhebliche Mängel" bei der Umsetzung der 153 geforderten Auflagen zum Schutz der Umwelt, bei der Umsiedlung von rund 55.000 Menschen sowie der Erhaltung der Kulturgüter in dem antiken Siedlungsgebiet. An diese Standards war jedoch die Kreditabsicherung durch die Bundesregierung gebunden. Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) will jetzt "die Exportgarantien zurückziehen, wenn die vereinbarten Maßnahmen nicht umgesetzt werden".