Zweifel an guter Ausstattung der Bundeswehr in Afghanistan
Die mit Bundesmitteln finanzierte Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik hat Aussagen des Verteidigungsministeriums widersprochen, nach denen die Bundeswehr in Afghanistan gut ausgestattet sei. Um seinen Auftrag erfüllen zu können, benötige das deutsche Kontingent mehr Personal, heißt es in einer Studie der renommierten Institution. Der Truppe fehlten zudem gepanzerte Fahrzeuge und Nachtsichtgeräte. Auch sei keine geeignete Funkgeräte-Ausstattung vorhanden. Engpässe müssten in der Praxis durch die Nutzung der afghanischen Mobiltelefonnetze überbrückt werden. Die Befehlsausgabe per Handy hat indes Tücken: In weiten Landesteilen wird das Mobilfunknetz nachts abgeschaltet, weil die Taliban angedroht haben, sonst die Sendemasten zu zerstören. Sie wollen so verhindern, dass Nato- Soldaten anhand des Telefonverkehrs nächtliche Bewegungen ihrer per Handy kommunizierenden Kämpfer auskundschaften.