Intel-Chef Olellini will von der weltweiten Finanzkrise profitieren - DER SPIEGEL
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Intel-Chef Olellini will von der weltweiten Finanzkrise profitieren

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Intel-Chef Paul Otellini glaubt seinen Konzern gewappnet gegen die Folgen der Finanzkrise: "Wenn wir uns wirklich auf eine weltweite Rezession zu bewegten, wäre auch unser Wachstum beeinträchtigt. Aber über 80 Prozent unserer Einnahmen stammen nicht aus den USA. Die am schnellsten wachsenden Märkte sind Osteuropa, Lateinamerika, China, Indien. Dort geht es allenfalls um eine Änderung der Wachstumsrate, nicht um eine Rezession", sagte der Konzernchef in einem Gespräch mit dem Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Intel profitiere gar von den jüngsten Entwicklungen: "Ein schwacher Dollar macht unsere Produkte außerhalb der USA billiger, als sie in vergangenen Jahren waren." Außerdem würden viele Unternehmen gerade dann in Informationstechnologie investieren, "wenn es wirtschaftlich schwieriger wird". Otellini zum SPIEGEL: "Selbst in der schwer gebeutelten Wall Street werden gerade jetzt erhebliche Investitionen in diesem Bereich getätigt." Generell sieht er in der IT-Branche aktuell einen "klaren Trend zur Konsolidierung und zu Partnerschaften". Dem EU-Verfahren gegen den US-Konzern wegen vermeintlichen Missbrauchs seiner Marktmacht sieht Otellini zwar gelassen entgegen: "Ich wünsche mir, dass wir irgendwann eine faire Verhandlung vor einem ordentlichen Gericht bekommen, mit einer korrekten Beweiserhebung und Aussagen vereidigter Zeugen." Aber gegenüber dem SPIEGEL räumte er auch ein: "Jedes rechtsstaatliche Verfahren, das zu dem Ergebnis käme, dass wir Gesetze nicht eingehalten haben, wäre problematisch für uns. So etwas passt nicht zu unserem Unternehmen, das wir auch nicht in diesem Sinne führen."