RTL-Deutschland-Chefin Schäferkordt winkt bei Bundesliga-Rechten ab - DER SPIEGEL
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RTL-Deutschland-Chefin Schäferkordt winkt bei Bundesliga-Rechten ab

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RTL-Deutschland-Chefin Anke Schäferkordt hält einen Kauf der Fußball-Bundesliga- Rechte durch den TV-Konzern für unrealistisch. "Natürlich hätten wir bei RTL in unseren kühnsten Träumen gern die Bundesliga. Aber ich muss nicht erst meine Gesellschafter fragen, um zu erkennen, dass wir die Summe, die öffentlich-rechtliche Sender mit Mitteln der Gebührenzahler aufbringen, nicht zahlen können", sagte Schäferkordt im Interview mit dem SPIEGEL. Die RTL-Managerin verteidigte die hohe Ausschüttung der RTL Group an den Haupteigentümer, den Bertelsmann-Konzern: "Wir fühlen uns gar nicht gemolken. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir aus finanziellen Gründen Programmvorhaben abgelehnt worden wären." Außerdem bedeute mehr Geld im TV-Geschäft nicht automatisch mehr Quote oder mehr Qualität. Die Auswirkungen des Streiks der US-Drehbuchautoren auf das deutsche TV-Programm hält Schäferkordt für begrenzt: "Unsere Serienhits wie ‚Dr. House' oder ‚CSI' werden nach dem Streik alle fortgesetzt, es wird nur einige Episoden weniger geben", so Schäferkordt. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen." Die US-Kanäle hätten während des Streiks gemerkt, dass sie ihr Programm günstiger und trotzdem erfolgreich mit nichtfiktionalen Stoffen wie Shows und Doku-Soaps füllen können. Gerade die USA bewegten sich sicher ein Stück weiter in Richtung Reality-TV, das in Europa schon jetzt deutlich beliebter sei, so Schäferkordt. Es habe sogar schon Anfragen gegeben, ob Peter Zwegat, der Pleiteberater der RTL-Sendung "Raus aus den Schulden", auch Englisch spreche.