Verdacht gegen die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland)
Der Einstieg der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) bei der Bio-Supermarktkette Basic hat möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Die Basic AG hat bei der Staatsanwaltschaft München Strafanzeige gegen den ehemaligen Finanzvorstand Johann Priemeier gestellt. Er soll das Unternehmen um 1,7 Millionen Euro geschädigt haben. Im Zusammenhang damit muss sich die Schwarz-Gruppe fragen lassen, ob sie sich das Wohlwollen des einstigen Basic-Finanzvorstands erkauft hat. Hintergrund: Der damalige Finanzchef der Basic AG, Priemeier, hat im Dezember 2006 Anteile an der Basic GmbH verkauft. Für 49 Prozent der Anteile, die der Basic AG gehörten, bekam das Unternehmen 1,3 Millionen Euro. Das entspricht einem Preis von 26 531 Euro je Prozent. Priemeier verkaufte am selben Tag aber auch Anteile, die er privat über seine Mercatum GmbH an der Basic GmbH hielt. Für diese erzielte er einen mehr als doppelt so hohen Preis, 60 000 Euro je Prozent. Später setzte sich Priemeier stark für die Schwarz-Gruppe ein, die bei Lieferanten und Kunden von Basic auf Ablehnung stieß. Die Schwarz-Gruppe wehrt sich gegen den Verdacht, sie habe Priemeier gekauft: "Jede Andeutung, dass wir mit einem höheren Kaufpreis das Wohlwollen von Herrn Priemeier erwirken wollten, trifft nicht zu."