Bundesregierung lehnt französische Pläne für Werften- Kooperation ab - DER SPIEGEL
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Bundesregierung lehnt französische Pläne für Werften- Kooperation ab

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Auf wenig Gegenliebe der Bundesregierung trifft ein Vorstoß des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zur Europäisierung der Schiffbauindustrie nach dem Vorbild des Luftfahrt- und Rüstungsriesen EADS. "Das französische Interesse im Bereich Marine könnte höher sein als das deutsche, aber unsere Werften sind ein bisschen besser als die französischen", wehrte Kanzleramtsminister Thomas de Maizière (CDU) vergangene Woche in süffisantem Ton ab. Auch das Verteidigungsministerium hält nichts von der Idee: Solange die französische Kriegsschiffswerft DCNS in staatlicher Hand sei, komme ein EADS-ähnlicher Verbund mit den privatwirtschaftlich organisierten deutschen Schiffbauern "nicht in Betracht". Die Franzosen stehen im Verdacht, sie wollten lediglich deutsche U-Boot-Technologie samt dem modernen Brennstoffzellenantrieb vereinnahmen. Der ermöglicht lange Tauchfahrten und beschert dem ThyssenKrupp-Konzern auf dem Weltmarkt Vorteile gegenüber der französischen Hauptkonkurrenz. Falls Sarkozy nach Übernahme der EURatspräsidentschaft im Juli einen erneuten Anlauf nehmen sollte, will zumindest das Wehrressort, so ein Spitzenbeamter, "hart bleiben".