Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag steht zum Verkauf
Nach dem Verkauf der "Süddeutschen Zeitung" steht nun eine der auflagenstärksten Zeitungsgruppen in Norddeutschland zum Verkauf: der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (SHZ). Nach Auskunft aus Branchenkreisen wollen sich die Eigentümerfamilien von der Mehrheit des Unternehmens trennen, das 17 Lokal- und Regionalzeitungen mit einer täglichen Gesamtauflage von knapp 300 000 Exemplaren herausgibt, etwa das "Flensburger Tageblatt" und die "Schweriner Volkszeitung". Marktkenner schätzen den Wert des Verlags auf etwa 400 Millionen Euro. Der SHZ hatte in den vergangenen Jahren mit kräftigen Kostensenkungen seine Rendite auf über 20 Prozent gesteigert. "Da ist nicht mehr viel herauszuquetschen", so ein Brancheninsider. Noch im Mai müssen Interessenten erste unverbindliche Angebote abgeben, heißt es. Bisher seien nicht alle Eigner verkaufsbereit, das könne sich aber ändern. Die SHZ-Geschäftsführung weiß nach eigenen Angaben nichts von dem Verkauf.