Union will Solarförderung reduzieren
Für eine massive Senkung der Solarförderung setzt sich die Unionsfraktion im Bundestag ein. Der Solarboom und die hohen Einspeisevergütungen führen dazu, dass die Verbraucher die bis 2015 installierten Anlagen wohl mit mehr als 100 Milliarden Euro subven-tionieren werden. "Die Belastung über den Strompreis erreicht damit eine Dimension, die durch keine Steuererleichterung kompensiert werden kann", kritisiert Laurenz Meyer, wirtschaftspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. Meyer bezeichnet die Förderung als unsozial. Schließlich müssten die Bezieher kleiner Einkommen für Strom im Verhältnis zu ihrem Gesamtverdienst mehr zahlen als Reiche. Wer hingegen ein eigenes Haus besitze und Geld habe, um eine Solaranlage zu installieren, könne eine vergleichsweise sichere Rendite von rund sieben Prozent einstreichen und so von der bisherigen Regelung profitieren. Weil deutsche Investoren dank Förderung zudem die Preise auf dem Weltmarkt hochtrieben, könnten sich Entwicklungsländer zu wenige der Geräte leisten, kritisieren auch Experten des Solar Verlags, der etwa die Fachzeitschrift "Photon" herausbringt.