Bundeswehr erteilt dem 250 000. Soldaten Marschbefehl zum Auslandseinsatz
Mit einem feierlichen Zeremoniell will Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) kommende Woche ein besonderes Jubiläum begehen: Zum 250 000. Mal erhält ein Soldat der Bundeswehr einen Marschbefehl zum Auslandseinsatz, diesmal nach Afghanistan. Bei einem Appell im ostwestfälischen Lemgo wird Jung am 3. Juni Einheiten der Panzerbrigade 21 verabschieden, die zum mittlerweile 17. Einsatzkontingent für die Isaf-Stabilisierungsmission der Nato gehören. Mit dabei sind Soldaten des Panzergrenadierbataillons 212, die vom 1. Juli an als "Schnelle Eingreiftruppe" in Nordafghanistan dienen und norwegische Einheiten ablösen sollen. Als erster Auslandseinsatz der Bundeswehr gilt offiziell die Mission in Kambodscha, die im Mai 1992 begonnen hatte. Damals errichteten deutsche Sanitäter in Phnom Penh ein Feldlazarett für Uno-Blauhelm-Soldaten. Derzeit dienen knapp 7300 der rund 250000 Bundeswehrsoldaten im Ausland. Zu den Einsatzgebieten gehören neben Afghanistan und dem Balkan auch Georgien, Libanon, das Horn von Afrika, Äthiopien, Eritrea und Sudan.