CSU streitet über Umgang mit der CDU - DER SPIEGEL
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CSU streitet über Umgang mit der CDU

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In der Spitze der bayerischen Christsozialen ist ein Streit um den Umgang mit der Schwesterpartei CDU entbrannt. Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber zeigte sich vor Vertrauten verärgert über die Attacken von Ministerpräsident Günther Beckstein auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es sei "nicht besonders glücklich, Merkel direkt anzugreifen", so Huber am vergangenen Montag am Rande einer gemeinsamen Präsidiumssitzung von CDU und CSU. Beckstein hatte in Interviews gesagt, die CSU brauche keinen "Wahlsieg von Merkels Gnaden". Huber warnte intern davor, ausgerechnet die mit Abstand beliebteste Unionspolitikerin zu attackieren. Die CSU müsse in der Sache hart bleiben, dürfe aber nicht persönlich werden. Dagegen verteidigte Beckstein seine Äußerungen im kleinen Kreis. Die CSU müsse dem Eindruck entgegenwirken, sie bettle bei der Schwesterpartei um Geschenke. Dieser Eindruck sei in den Medien entstanden. In der Münchner Staatskanzlei war man überrascht, dass Merkel in der Diskussion um die Pendlerpauschale zu keinerlei Zugeständnissen bereit war. Die CSU fordert die Rückkehr zur alten Regelung, wonach die Fahrt zum Arbeitsplatz bereits ab dem ersten Kilometer steuerlich begünstigt wird. Man habe gehofft, dass die Kanzlerin einem Kompromiss zustimmen werde, hieß es aus der bayerischen Regierungszentrale. Dagegen sagte ein Vertrauter Merkels, es sei unverständlich, warum die CSU sich zur Profilierung ausgerechnet die Pendlerpauschale aussuche. Die Kanzlerin könne sich nicht bewegen, weil sie sich in diesem Punkt eindeutig festgelegt habe. Inzwischen droht bereits neuer Streit zwischen den Schwesterparteien. In der CSU ist man verärgert über Meldungen, wonach Merkel den Wirtschaftsstaatssekretär Peter Hintze zum EU-Kommissar machen wolle. "Jeder Kandidat muss zunächst mit der CSU abgestimmt werden", sagt der bayerische Europaminister Markus Söder.