Ermittlungen in der Telekom-Affäre ausgeweitet
Im Zusammenhang mit der Bespitzelungsaffäre der Deutschen Telekom AG hat die Bonner Staatsanwaltschaft eine Mitschneideeinrichtung für Telefongespräche sichergestellt. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuen Ausgabe. Noch rätseln die Beamten, was es mit der Apparatur genau auf sich hat. Im vorgefunden Zustand zumindest, so Oberstaatsanwalt Friedrich Apostel gegenüber dem SPIEGEL, sei das Gerät, das vergangene Woche entdeckt wurde, nicht zum Abhören von Gesprächen geeignet gewesen. Allerdings prüfe man, ob die in einem Raum des Konzernkrisenstabs installierte Anlage früher möglicherweise zweckentfremdet worden sein könnte. Die Telekom erklärte, dass es sich bei dem Gerät um eine festinstallierte Anlage für Krisenfälle handele, die nur in echten Notfällen wie etwa Erpressungen nach festdefinierten Kriterien genutzt werden könne. Wie der SPIEGEL weiter berichtet, ist das Ermittlungsverfahren der Bonner Staatsanwaltschaft inzwischen von acht auf elf Beschuldigte ausgedehnt worden.