Großkunden prüfen Zusammenarbeit mit Lufthansa-Tochter AirPlus
Die Ausforschung von Flugdaten eines Journalisten zur Aufdeckung interner Informationslecks könnte für die Lufthansa noch gravierende Konsequenzen haben. Das berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe. Vor allem Großkunden seien verunsichert und fordern von dem Konzern Aufklärung, wie er mit ihren Passagierdaten umgeht. Einige von ihnen prüfen nach Darstellung des SPIEGEL sogar, ob sie weiter mit der Lufthansa-Tochter AirPlus zusammenarbeiten. Der Finanzdienstleister unterstützt weltweit über 30.000 Firmen bei der Abwicklung ihrer Geschäftsreisen und gibt Kreditkarten heraus, über die Mitarbeiter dienstliche Ausgaben für Hotels, Mietwagen oder Bewirtungen bezahlen. In Verbindung mit den ebenfalls von AirPlus verwalteten Flügen sowie Bahntrips könne die Lufthansa, so der SPIEGEL, sogar Bewegungsprofile von Top-Managern erstellen. Ein Konzernsprecher wies den Verdacht zurück, der Konzern nutze auch Daten seiner Tochter AirPlus, um eigene Interessen zu schützen. Gleichzeitig bestätigte der Konzern gegenüber dem SPIEGEL, dass bei der Suche nach internen Informationslecks auch Miles&More-Daten eines Journalisten verwertet wurden.