Ermittlungen in Babyphon-Affäre sollen eingestellt werden
In der Affäre um einen möglichen Lauschangriff auf Porsche-Chef Wendelin Wiedeking steht das Ermittlungsverfahren kurz vor der Einstellung. Nach derzeitigem Stand, so ein Ermittler, reichen die Erkenntnisse auf keinen Fall für eine mögliche Anklage. Eine Sicherheitsfirma hatte im Wolfsburger Hotelzimmer des Porsche-Chefs hinter einem Sofa ein eingeschaltetes Babyphon entdeckt. Auf dem Gerät konnten keine Fingerabdrücke festgestellt werden. Dies spricht ebenso wie der Fundort dafür, dass es nicht von früheren Hotelgästen einfach vergessen worden war. Tests ergaben, dass Gespräche in dem Hotelzimmer durch das Babyphon allenfalls in die nächstgelegenen Räume übertragen werden könnten. Allerdings auch nur in schlechter Qualität. In Hotelzimmern neben dem des Porsche-Chefs waren Mitarbeiter der Abteilung Konzernsicherheit des VW-Konzerns untergebracht. Ein konkreter Verdacht lässt sich nach Einschätzung der Ermittler damit aber nicht begründen. Die Staatsanwälte prüften auch, ob die Sicherheitsfirma, die das Gerät entdeckt hatte, das Babyphon plaziert haben könnte, um einen Lauschangriff vorzutäuschen. Dafür ergaben sich keinerlei Hinweise. Wenn man nicht noch auf eine neue Spur stoße, so ein Ermittler, könne der Fall nicht aufgeklärt werden.