Bundesnetzagentur billigt Energieanbietern höhere Verzinsung für Neuinvestitionen zu - DER SPIEGEL
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Bundesnetzagentur billigt Energieanbietern höhere Verzinsung für Neuinvestitionen zu

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mit ihren massiven Forderungen nach höheren Renditen für Neuinvestitionen in ihre Strom- und Gasnetze haben sich die Energieanbieter in Deutschland duchgesetzt. Das zumindest geht aus internen Berechnungen hervor, die von der zuständigen Bundesnetzagentur an diesem Montag vorgestellt werden sollen. Danach soll die Verzinsung bei Neuanlagen von derzeit 7,91 auf 9,29 Prozent ansteigen. Wie hoch die Verzinsung für Altanlagen ausfallen soll, war am vergangenen Freitag noch offen. Die Bundesnetzagentur begründet die Anhebung damit, dass in der Neuberechnung die Körperschaftsteuer berücksichtigt werden müsse. Branchenexperten sehen in dem Schritt nicht nur eine völlig unnötige Mehrbelastung der Energiekunden im dreistelligen Millionenbereich, sondern auch ein klares Einknicken der Regulierungsbehörde vor den großen Energieversorgern. Die hatten in den vergangenen Monaten immer wieder mit Kürzungen der Investitionen in ihre Netze gedroht, weil die von der Bundesnetzagentur genehmigte Kapitalverzinsung aus ihrer Sicht ungenügend war. Branchenführer E.on hatte die niedrige Verzinsung sogar als einen der Gründe angegeben, warum sich der Konzern von seinem Hochspannungsnetz trennen will.