SPD-Bundesspitze macht Druck auf Ypsilanti
Die SPD-Bundesspitze rechnet kaum noch mit einer rot-rot-grünen Zusammenarbeit in Hessen. Führende Genossen in Berlin gehen davon aus, dass neben der Abgeordneten Dagmar Metzger mindestens zwei weitere SPD-Parlamentarier der Landtagsfraktion einer solchen Konstellation ihre Zustimmung verweigern würden. Sollte Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti dennoch versuchen, sich im Landtag zur Ministerpräsidentin wählen zu lassen, wäre ihr Scheitern wahrscheinlich. Dieses Risiko müsse auch Ypsilanti sehen, heißt es in Berlin. Da in der Parteizentrale gleichwohl nicht ausgeschlossen wird, dass Hessens Genossen entsprechende Pläne schmieden, sollen sie in einer Reihe von Gesprächen von dem Wagnis abgehalten werden. Der Einfluss der Bundespartei sei beim Landesverband jedoch begrenzt, heißt es in Berlin. Nach der Landtagswahl im Januar regiert Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) nur "geschäftsführend" seine Wunschkoalition mit der FDP hat im Parlament keine eigene Mehrheit.