PKK-Kader drohten Bundesregierung schon Ende Juni
PKK-Führungskader haben die Bundesregierung schon Ende Juni und damit gut eine Woche vor der Entführung der drei deutschen Alpinisten vor "negativen Konsequenzen" ihrer Kurdenpolitik gewarnt. Der Exekutivrat der "Vereinigten Gemeinschaften Kurdistans", nach dem in der Türkei inhaftierten PKK-Führer Abdullah Öcalan so etwas wie die zweithöchste Instanz im Kampf der Kurden, hatte die "Merkel- Regierung" in der Botschaft aufgefordert, ihre "feindlichen Politik gegen das Kurdische Volk und seine Befreiungsbewegung" aufzugeben. Die deutsche Regierung trage sonst "alle entstehenden negativen Konsequenzen". Kurz darauf hatte zudem die türkische Polizei an das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet, in kurdischen Kreisen innerhalb der Türkei herrsche Unruhe. Möglicherweise könne es zu Anschlägen und Entführungen kommen. Das BKA schickte am 2. Juli Fernschreiben an die Innenministerien der Länder: Man habe Informationen erhalten, dass Anschläge und Entführungen in der Türkei künftig nicht ausgeschlossen werden könnten. Auch Innenstaatssekretär August Hanning bestätigt, dass es schon vorher Hinweise aus der Türkei gegeben habe: "Wir müssen uns möglicherweise auch im Inland auf eine neue Gefahrenlage einstellen."