Deutsche nach fünfwöchiger Haft aus irakischem Gefängnis entlassen
Irakische Sicherheitsbehörden haben vorvergangene Woche zwei Deutsche iranischer Abstammung freigelassen, die mehr als fünf Wochen lang unter dem Verdacht der Spionage in einem Gefängnis in Bagdad festgehalten worden waren. Der in Köln lebende Ali R., sein in Bagdad lebender Bekannter Mehdi K. und ein Iraner waren Ende Mai nach Bagdad gereist und dort von Sicherheitskräften festgenommen worden. Sie sollen eine sogenannte "Anlage von nationalem Interesse" ausspioniert haben. Die Hintergründe für die Reise der Deutschen und ihres iranischen Begleiters nach Bagdad sind ungeklärt. Der Diplomingenieur Ali R. ist aktives Mitglied des in Köln ansässigen Vereins AAWA, der die linksislamistischen Volksmudschahidin bekämpft. Die drei Männer wurden ohne Auflagen aus der Haft entlassen, die beiden Deutschen sind vorige Woche in die Bundesrepublik zurückgekehrt.