Deutsche Chemieindustrie befürchtet Kostenschub - DER SPIEGEL
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Deutsche Chemieindustrie befürchtet Kostenschub

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Nie zuvor haben die deutschen Chemieunternehmen für Rohstoffe so viel zahlen müssen wie dieses Jahr. Die Kosten werden nach Schätzung des Verbandes der Chemischen Industrie 2008 rund 16 Milliarden Euro betragen, etwa doppelt so viel wie 2004. Der Anteil der Energie-Ausgaben am Gesamtumsatz ist in dieser Zeit von 5,9 Prozent auf 8,8 Prozent geklettert. Den Firmen macht vor allem die Preisentwicklung bei Rohbenzin, sogenanntem Naphtha, zu schaffen. Das wiederum ist der wichtigste Rohstoff der Branche, er wird unter anderem zur Kunststoffherstellung verwendet. Naphtha ist im ersten Halbjahr 2008 um 30 Prozent teurer geworden. Viele Chemiefirmen haben deshalb die Absatzpreise für ihre Produkte drastisch erhöht.