KSK findet Waffenlager bei Geheimeinsatz in Afghanistan
In einer bislang streng geheim gehaltenen Aktion haben in Afghanistan Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) und eine Einheit der afghanischen Polizei Mitte Juli ein riesiges Waffenlager ausgehoben. In dem versteckten Depot lagerten 1100 Mörsergranaten, Treibladungen und Zündmittel. Der Fundort liegt in der Provinz Jowzjan, rund 120 Kilometer westlich von Masar-i-Scharif. Am Flugplatz dieser Stadt unterhält die Bundeswehr ihren größten Stützpunkt im Land; rund 2300 der derzeit 3700 in Afghanistan eingesetzten deutschen Soldaten der Isaf-Stabilisierungstruppe sind dort stationiert, ebenso die Tornado-Aufklärungsjets der Luftwaffe. Der KSK-Einsatz diente zur Unterstützung der afghanischen Polizei, deren "Durchsetzungsfähigkeit in der Region" nach Angaben von Bundeswehroffizieren auf diese Weise "untermauert" werden sollte. 400 Granaten wurden noch an Ort und Stelle gesprengt, der Rest der Munition von der afghanischen Polizei in Verwahrung genommen. In diesem Jahr hat die Bundeswehr in ihrem nordafghanischen Einsatzraum, der fast halb so groß ist wie die Bundesrepublik, bereits einige kleinere Waffendepots von "Aufständischen" entdeckt, wie die Taliban, Kriegsfürsten und kriminelle Gruppen neuerdings pauschal genannt werden.