Modekette Zara zahlt ihren Mitarbeitern nach teilweise wochenlangen Streiks Tariflöhne - DER SPIEGEL
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Modekette Zara zahlt ihren Mitarbeitern nach teilweise wochenlangen Streiks Tariflöhne

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Modekette Zara Deutschland, ein Gemeinschaftsunternehmen der spanischen Inditex-Gruppe und des deutschen Otto-Konzerns, will ihren Mitarbeitern künftig Tariflöhne bezahlen und die bisherige Praxis der befristeten Arbeitsverträge stark einschränken. Zara war in die Kritik geraten, weil es besonders niedrige Löhne zahlte, weshalb in einigen Städten sogar gestreikt wurde. Eine "Arbeitsrechtliche Gesamtzusage" zwischen der Gewerkschaft Ver.di und der Modekette regelt nun, dass alle westdeutschen und Berliner Mitarbeiter künftig nach den Hamburger Einzelhandelstarifen entlohnt werden. Für das ostdeutsche Personal gilt der niedriger dotierte Hamburger Manteltarif, wobei Zara in Aussicht stellt, die Gehaltstabelle schrittweise an das Hamburger Niveau heranzuführen. Zudem will Zara nicht länger von der gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch machen, ohne sachlichen Grund und wiederholt Arbeitsverträge bis zu zwei Jahre zu befristen. Künftig sollen Befristungen allenfalls bis zu zwölf Monate gelten.