Bund und KfW leiden noch zehn Jahre unter Beinahe-Pleite der IKB
Noch mindestens zehn Jahre wird das Debakel um die Mittelstandsbank IKB die staatliche KfW-Bankengruppe und den Bund belasten. Damit rechnen Experten aus dem Finanz- und dem Wirtschaftsministerium. So lange werde es dauern, bis der Risikofonds der KfW in Höhe von fünf Milliarden Euro aufgefüllt ist. Die Mittel wurden bei der Rettungsaktion für die angeschlagene Bank fast aufgebraucht. Bis der Puffer wieder ausreichend aufgestockt ist, springt der Bund für eventuelle Risiken bei der KfW mit Bürgschaften ein. Die KfW kostete die Beinahe-Pleite rund acht Milliarden Euro. Der Verlust wird dazu führen, dass das Institut die Zinsen für seine Förderkredite nicht mehr im gleichen Umfang wie bisher verbilligen kann, sein Angebot wird also unattraktiver. Für den Verkauf der IKB an die als rabiat geltende amerikanische Private-Equity-Firma Lone Star von Eigentümer John Grayken bekam die KfW nur rund 150 Millionen Euro. Der Preis fiel so gering aus, weil Lone Star zusätzlich 225 Millionen Euro an frischem Eigenkapital zuschießen muss und außerdem unsichere Papiere der IKB im Wert von mehr als drei Milliarden Euro übernimmt.