Möllemann-Gläubiger gehen fast leer aus
Gläubiger des verstorbenen früheren Bundeswirtschaftsministers und FDP-Spitzenpolitikers Jürgen W. Möllemann bleiben voraussichtlich auf mehr als drei Millionen Euro Forderungen sitzen. Berechtigte Ansprüche "in dieser Größenordnung können nicht beglichen werden", bestätigte Norbert Kruse, der Insolvenzverwalter des Möllemann-Nachlasses. Am 24. September wird die abschließende Rechnungslegung mit den Gläubigern erörtert. Rechtsanwalt Kruse will das Insolvenzverfahren am Amtsgericht Münster (Aktenzeichen 70 IN 128/04) noch im September mit einer sogenannten Schlussverteilung des vorhandenen Vermögens beenden. Die verfügbare Summe beträgt nach dem Verkauf einer Ferienvilla Möllemanns auf Gran Canaria 1.249.031,46 Euro. Dem stehen laut Berechnungen Kruses "Forderungen von Insolvenzgläubigern ... in Höhe von insgesamt 4.432.586,06" gegenüber. Das vorhandene Geld soll nun anteilig an die Anspruchssteller verteilt werden. Hauptgläubiger sei aufgrund von Steuerschulden Möllemanns der Fiskus, so der Insolvenzverwalter.