IG Metall will mindestens 7,5 Prozent mehr Lohn fordern
Für die beginnende Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie will der Bundesvorstand der IG Metall eine Forderungsempfehlung von mindestens 7,5 Prozent an die Tarifkommissionen der Gewerkschaft abgeben. In den vergangenen Wochen konnten die 3,6 Millionen Beschäftigten in den sieben IG-Metall-Bezirken ihre Vorstellungen für die neue Runde einreichen. Die gewünschten Zuwächse der Belegschaften schwankten zwischen etwa sieben und mehr als zehn Prozent, beispielsweise in Betrieben Bayerns und Baden-Württembergs. Letztlich einigten sich die meisten Bezirke auf einen Korridor zwischen sieben und acht Prozent als Wegweiser für die Vorstandssitzung am Montag dieser Woche. Die Arbeitgeber üben heftige Kritik an der aktuellen Forderung. Sie sei "vergangenheitsorientiert und so nicht nachvollziehbar", sagt Jan Stefan Roell, Vorsitzender von Südwestmetall. Der größte deutsche Industriezweig rausche in einen kräftigen Abschwung hinein, der 2009 in den Auftragsbüchern der Unternehmen voll durchschlagen werde. Am 23. September wird der Vorstand die Forderung endgültig beschließen, die Friedenspflicht endet am 31. Oktober.